Unterstützung für Jugendliche

Für die Umsetzung der Ausbildungspflicht Jugendlicher bedarf es umfassender und abgestimmter Strategien zur Vermeidung von Schul- und Ausbildungsabbrüchen.

 

Wird die Ausbildungspflicht nicht erfüllt, so sollen die Jugendlichen über ein mehrstufiges Verfahren wieder zurück in Schule oder Ausbildung gebracht werden.

 

Wenn nach einem Abgang oder Abbruch zum nächsten Meldezeitpunkt kein Zugang vermerkt werden kann, folgt eine Kontaktaufnahme mit dem oder der betroffenen Jugendlichen und den Eltern durch die zuständige Koordinierungsstelle.

Perspektiven- oder Betreuungsplan

Wenn Jugendliche und Eltern kooperieren, wird gemeinsam mit dem oder der Jugendlichen durch das Jugendcoaching oder das AMS ein individueller Perspektiven- oder Betreuungsplan erstellt und festgelegt, in welcher Weise die Ausbildungspflicht erfüllt werden kann. Dabei werden alle erforderlichen Stellen einbezogen und die Wünsche und Interessen der Jugendlichen in den Vordergrund gestellt.

Erforderliche Zusammenarbeit von Schulen

Bei der Erstellung des Perspektiven- oder Betreuungsplans wird auch die Möglichkeit einer Fortsetzung oder Neuaufnahme von Schulbesuch oder Lehre geprüft. Wenn dies nicht möglich ist, wird erörtert, in welcher Weise die Ausbildungspflicht erfüllt werden kann. Diese Abwägungen haben erforderlichenfalls in Zusammenarbeit mit in Betracht kommenden Schulen und anderen Einrichtungen zu erfolgen.

Ein leerer Hörsaal

Die Schulen leisten im Rahmen der Erstellung des Perspektiven- oder Betreuungsplans Unterstützung und prüfen, sofern dies zweckmäßig ist, die Möglichkeit der Wiederaufnahme oder Fortsetzung eines Schulbesuchs.

Fehlende Kooperationsbereitschaft der Eltern

Wenn die Eltern die Jugendlichen nicht anhalten, die Ausbildungspflicht zu erfüllen oder diese gar daran hindern, kann gegen die Eltern eine Verwaltungsstrafe verhängt werden. Wenn die Eltern sich hingegen bemühen, der Ausbildungspflicht zu entsprechen, aber mangels Einsichtsvermögen der Jugendlichen deren Ausbildung nicht gewährleisten können, liegt keine Strafbarkeit vor.

 

Die Strafbestimmungen treten erst mit 1. Juli 2018 in Kraft. Strafen werden aber nur die letzte Option sein.

Weitere Informationen

Auf dieser Website werden umfassende Informationen zur AusBildung bis 18 zur Verfügung gestellt. Sollten Sie darüber hinausgehende konkrete Anfragen haben, kontaktieren Sie uns bitte!